VfR sehnt sich nach den ersten Stürmertoren

Vorbericht zum Heimspiel gegen den SV Allmersbach
Artikel vom 29. August 2026
Der Vorbericht wird präsentiert von:
Heilbronn spielt auch sein zweites Heimspiel auf dem Kunstrasen im Frankenstadion – am Sonntag gegen Allmersbach
Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Marc Schmerbeck
Die Platzfrage ist geklärt. Lange war offen, wo der VfR Heilbronn sein zweites Landesliga-Heimspiel der Saison austragen würde. Seit Mittwochnachmittag ist klar, dass die naheliegende Möglichkeit gewählt wurde: der Kunstrasen im Frankenstadion. Allerdings beginnt die Partie gegen den Aufsteiger TSV Allmersbach am Sonntag zur ziemlich ungewohnten Zeit um 13 Uhr.
Auf Facebook bedankte sich der Club noch beim TSV Biberach, der sein Gelände zur Verfügung gestellt hätte. Doch der logistische Aufwand gab schließlich den Ausschlag zugunsten des eher ungeliebten Kunstrasens.
Blaskic nimmt die Umstände an
„Der Ort ist relativ“, sagt Trainer Zlatko Blaskic. „Wichtig ist, dass wir wissen, an welchem Tag wir spielen, zu welcher Uhrzeit. Das war vor zwei Wochen gegen Germania Bietigheim eine Vollkatastrophe, als wir erst am Mittwoch erfahren haben, dass wir am Freitag schon spielen. Da war die Trainingswoche bereits geplant. Deshalb haben wir zwar nicht verloren, aber es war eben ungünstig. Mir ist es wichtig, dass ich mindestens eine Woche vorher weiß, wann wir spielen, damit ich das Training steuern kann.“
Mit der unsicheren Platzfrage hat sich der Coach mittlerweile abgefunden. „Man kann es nicht ändern“, sagt Blaskic. „Ich akzeptiere es, so wie es ist, und mache es auch bei der Mannschaft nicht zu einem Thema. Das gibt nur Alibis. Wir nehmen es so an, wie es ist. Das muss sich alles mal einspielen.“
Etwas Ruhe hat zudem der erste Saisonsieg am vergangenen Wochenende gegen den FV Löchgau gegeben. „Mir war es wichtig, dass wir mal ein Erfolgserlebnis hatten, das hat den Jungs gefehlt.“
Ein wichtiger Faktor war dabei Torhüter Sven Burkhardt, der das Team gerade in der ersten Halbzeit einige Male im Spiel gehalten habe, sagt Blaskic. „Aber so wie gegen Germania nicht alles schlecht war, ist jetzt auch nicht alles Gold, was glänzt.“
Ehrlicher Fußball
Die Allmersbacher schaute er sich am Sonntag ganz genau an. „Das ist eine Mannschaft, die die Euphorie aus dem Aufstieg mitgenommen hat und einen ehrlichen Fußball spielt“, analysiert er. „Sie spielen viele lange Bälle und rennen dann hinterher. So haben sie mit Waiblingen schon am ersten Spieltag eine der Topmannschaften besiegt. Dann sind sie in Heimerdingen etwas unter die Räder gekommen, haben sich jetzt aber rehabilitiert und Gaildorf mit 4:1 verdient geschlagen. Da müssen wir bei den Kontern aufpassen. Das wird keine einfache Aufgabe.“
Nicht nur deshalb steht die Abwehrarbeit bei den Heilbronnern im Fokus. Aber die Aufmerksamkeit gilt nun auch der Offensive. Erst drei Tore stehen in drei Spielen zu Buche. „Uns fehlen da die Abläufe“, sagt Blaskic.
Schließlich gab es noch kein Stürmertor des VfR. Allerdings ist das nicht allein die Schuld der zentralen Stürmer. Sie bekamen bisher auch noch nicht die Zulieferung, derer es bedarf. „Die Stürmer sind auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis“, sagt Blaskic.
Ein wichtiger Faktor in den nächsten Wochen könnte Hakan Kutlu werden, der nun wieder aus dem Urlaub zurück ist und seinen Muskelfaserriss auskuriert hat. „Ob er gleich von Anfang an spielt, muss ich aber sehen“, sagt Blaskic, der froh ist, dass sich die Personalsituation so langsam bessert.
Vor dem Spiel gegen Löchgau konnte er erstmals im Training Elf gegen Elf spielen, was sich dann ausgezahlt hat. Nun hofft der Coach, dass sein Team an den Auftritt in Löchgau anknüpfen kann.
